Glossar


Schrittlexikon – Bewegungslehre im Line Dance als Glossar von (c) Georg Kiesewetter (Lehrwart Landesverband BCWTV)


Step Sheet ist im Modern Line Dance die Schrittbeschreibung für einen choreografierten Tanz zu einem bestimmten Song und enthält in der Regel zusätzlich folgende Angaben:

  • Name der Choreografie
  • Name des Choreografen
  • Count-Anzahl
  • Wall-Anzahl
  • Musiktitel und Interpret
  • Schwierigkeitsgrad (Level)


Tag – Restart – Brücke – ABC-Sequenzen – Fachbegriffe für Phrasierungsbesonderheiten, Choreografieunterbrechungen


Fußpositionen im Line Dance werden in dieser PDF-Datei beschrieben.


Dancefloor-Etikette sind allgemeine, für die Tanzfläche bestimmte „Benimm-Regeln“.


Kurs-Etikette ist eher ein Wunsch der Trainer an die Teilnehmer eines Kurses oder Vereinsmitglieder.


„MOTION“ im Line Dance ist eine Gruppeneinteilung von Tänzen ähnlicher Charakteristik. Es handelt sich hierbei lediglich um ein Ordnungskriterium, welches für Tänzer(innen) keine weitere Bedeutung hinsichtlich der besonderen Ausgestaltung einer Choreografie bedeutet. Es gibt vier Hauptgruppen, welcher jeweils verschiedene Tänze mit Gemeinsamkeiten zugeordnet sind.

LILT
Tänze: z. B. Polka, East Coast Swing, Samba (auch Motion Cuban).
Hier wird „gebounced“. Der Körper wird auf und ab bewegt. Dies geschieht überwiegend durch Einsatz der Sprunggelenke und der Knie.
Fersen werden gehoben und gesenkt, die Knie gestreckt und gebeugt. „Lilt“ wird teilweise auch „Pulse“ (UCWDC) genannt.

RISE & FALL
Tänze: Walzer (eher langsamer Walzer).
Charakteristisch ist die kontinuierliche Auf- und Abbewegung, ähnlich einer Wellenbewegung. Hinzu kommt ein sogenanntes „Swing & Sway“ (schwingen und neigen), seitliche und diagonale Bewegungen. Im Gegensatz zur Motion Lilt geht es im R & F um dynamisches Heben (rise) durch Kippen aufgrund von Neigung und Schwung (sway). In Lilt wird einfach aus den Beinen „hochgedrückt“ und abgesenkt.

SMOOTH
Tänze: z. B. Two Step, Night Club Two Step, West Coast Swing.
In dieser Motion sind die Bewegungen sehr gleichmäßig und linear. Der Körper bleibt weitgehend auf einer Höhe.
Es gibt keine ausgeprägte Auf- und Abbewegung des Körpers wie in den Motions Lilt und Rise & Fall. 

CUBAN
Tänze: z. B. Cha Cha, Rumba, Mambo.
Hier werden Tänze lateinamerikanischer Herkunft zusammengefasst. Tänze in Cuban werden meistens „smooth“ ohne Auf- und Abbewegung getanzt, also flach in einer Körperhöhe. Häufig bewegen sich Oberkörper und Hüfte in entgegengesetzte Richtungen.

FUNKY
Tanzrichtungen: z. B. Hip Hop, Breakdance.
Keine eindeutige Stilrichtung. Hier trifft Musik wie House, Funk, Techno und manch andere auf Bewegungsformen und Elemente aus modernen Tanzrichtungen wie Jazz Dance, Modern Dance, Street Dance und viele mehr.

Grafik Motion Modern Line Dance (c) Gerhard Fuerst
Grafische Darstellung der Motions im Modern Line Dance © Gerhard Fürst